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Digitale Chancen einer Apotheke

Eine Apotheke. Was kommt Dir in den Kopf, wenn Du den Begriff hörst?


Assoziationen werden geweckt, wie z.B. gesund, hell, weiß, beratend, teuer, helfend, vertrauensvoll, zuverlässig,… vielleicht auch etwas konservativ?


Apotheken sind seit 1241 fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Was ist eine Apotheke noch? Sie wird besucht, wenn es einem nicht gut geht. Vielleicht benötigt man auch einen Rat oder eine Beratung bzgl. bestimmter Beschwerden oder Medikamente, die man aktuell einnimmt. Apotheker:innen klären über Nebenwirkungen auf. Sie helfen und sprechen eine Empfehlung aus, wenn die Hilfe eines:einer Arztes:Ärztin benötigt wird. Manche Apotheken bieten auch Services an z.B. zum Blutdruck messen. Es werden Medikamente abgeholt, die der:die Ärzt:in verschrieben hat. Auch hochwertige Kosmetik wird verkauft. Eine Apotheke ist eine absolute Bereicherung und ein zuverlässiger Ansprechpartner, wenn Unterstützung benötigt wird. In jeder Stadt gibt es einen Apothekennotdienst mit Nachtschalter. Sie ist immer da.


Stationäre Apotheken sind absolut notwendig in unserem alltäglichen Leben.

Dennoch werden es immer weniger. Jährlich schließen immer mehr Filialen. Ab dem Jahr 1999 bis 2012 wuchs die Zahl der Schließungen nahezu kontinuierlich. Zwar sank sie bis 2014 etwas, bevor die Tendenz ab 2015 wieder steigend war. 2017 mussten 395 Apotheken schließen, 2018 waren es 422 und 2019 455. (Quelle: ABDA)


Was sind die Ursachen für das Apothekensterben?


Eine große Herausforderung sind die Online-Apotheken, dessen Marktanteile jährlich steigen, wodurch der Druck der stationären Apotheken steigt. Zudem ist insbesondere die Dichte der Apotheken in Großstädten sehr hoch. Dort gestaltet sich die Kundenbindung und die Neukundengewinnung sehr schwer. Im Durchschnitt versorgt eine Apotheke 4.000 Menschen mit Arzneimitteln. Je nach Standort ist diese Anzahl an Menschen als Minimum nötig, um überhaupt wirtschaftlich handeln zu können. (Quelle: Zeit)

Die Herausforderungen für Apothekeninhaber:innen wachsen. Wie kann nun diesem Druck Stand gehalten werden?

Differenzierung und Chancen nutzen!


In einer dynamischen Welt kommt man mit starren Konzepten nicht weit. Apotheken müssen sich weiterentwickeln und sich von der Konkurrenz differenzieren oder anders positionieren. Differenzierung kann online sowie offline geschehen - oder beide Wege werden eingeschlagen. Das ist abhängig von der gewählten Strategie. Digitalisierung ist eine Möglichkeit, die die Apotheke nutzen kann.


Das weiß auch die Apotheke im Viertel.

Die Inhaberin betreibt drei Filialen in Dorsten, Herne und in Recklinghausen. Sie arbeitet stetig daran, sich mit der immer-wandelnden Welt mitzubewegen und nicht starr zu sein. Die Filialen sind modern ausgestattet und auch das Angebot spricht eine breite Zielgruppe an. Das Ziel: fortschrittlich und anders sein und bleiben - eben nicht klischeebehaftet konservativ. Dazu bietet die Apotheke bereits einen Online Bestellservice an, um dem Online-Handel einen Schritt voraus zu sein. Die Kund:innen können ihre Lieblings-Produkte aussuchen und erhalten sie innerhalb weniger Stunden. Sie können sie nach Hause oder flexibel zur Arbeitsstelle liefern lassen. Auch Vorbestellungen in der jeweiligen Filiale sind innerhalb weniger Stunden möglich. Um die Kunden zu binden, werden Kundenkarten genutzt, wodurch der Kunde u.a. Vorteile bei Rabattaktionen hat. So vereint die Apotheke im Viertel On- und Offline-Maßnahmen.

Nun werden auch die Kommunikationswege mit dem:der Kund:in angepasst, um die digitalen Chancen voll auszuschöpfen. Stichwort: Social Media.


Um sich weiter von der Konkurrenz abzuheben und Kunden noch besser zu binden, entschloss die Apotheke Anfang des Jahres nun Social Media für sich zu nutzen. Da das Know-How jedoch in anderen Bereichen als in den sozialen Medien liegt, entstand die Kooperation mit uns. Zusammen haben wir im März die Social Media Kanäle gelauncht. Die Apotheke im Viertel besitzt seitdem einen Instagram- und einen Facebook-Kanal. Die Inhalte erstellen wir - Input dazu bekommen wir aus der Apotheke. Auf der einen Seite werden Inhalte erstellt, die Mehrwert bereithalten und aufklären. Auf der anderen Seite werden interne Einblicke gezeigt, um den:der Kund:in eine Perspektive zu bieten, den er:sie sonst nicht bekommt. Die Inhalte sind authentisch, seriös und modern. Zudem werden die Kanäle genutzt, um auf die bisherigen Services z.B. dem Online-Bestellservice oder die Angebote für Kundenkarteninhaber:innen, aufmerksam zu machen. Unter anderem wurde zu Ostern ein Ostermalwettbewerb veranstaltet. Ziel der Aktion war es, die Kundenfrequenz im Geschäft zu erhöhen. Am Ende der Aktion hingen zahlreiche tolle Bilder in den Filialien und die Kids erhielten ein Apotheken-Präsent.


Durch die Nutzung von Social Media kann die Apotheke im Viertel:

  • die Kund:innen binden.

  • die Zielgruppe erweitern.

  • Neukund:innen gewinnen.

  • sich von der Online & Offline-Konkurrenz abheben.

  • die Frequenz der Kunden in der Filiale erhöhen.


Durch die Nutzung der sozialen Medien kann nahezu jedes Unternehmen profitieren. Die Digitalisierung ist kein Feind, sondern eine Chance, unabhängig der Branche.

- zwoelfstein -

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