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Digitalisierung ist kein Feind des stationären Handels

Seit über einem Jahr von einem Corona-Lockdown zum nächsten.

Mit der Konsequenz: Der Einzelhandel muss schließen. Darf wieder öffnen. Muss schließen. Darf wieder öffnen mit Click & Collect. Darf Click & Meet anbieten. Darf Click & Meet nur noch mit einem negativen Testergebnis der Kund:innen anbieten...

Dass diese Maßnahmen die Umsätze des Einzelhandels stark negativ beeinflussen ist wohl kein Geheimnis. Im Februar 2021 wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat im Einzelhandel für Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren -73,7% weniger Umsatz generiert (Quelle: Statistisches Bundesamt). Damit ist dieser Wirtschaftsbereich im EH am stärksten betroffen. Am zweitstärksten sind Waren- und Kaufhäuser mit Umsatzeinbußen von -42,1% betroffen. Auch Einzelhandelsgeschäfte für den Baubedarf, Haushaltsgegenständen, Einrichtung, Bücher, Fahrräder etc. mussten eine Umsatzveränderung von bis zu -34% einstecken. Apotheken verzeichneten kein derartig großes Umsatztief, jedoch ist die Konkurrenz durch Online-Apotheken noch stärker geworden. Der Umsatz mit Medikamenten im Internet erhöhte sich 2020 massiv um fast 54 Prozent. (Quelle: HDE Online Monitor 2021)


Keine Besserung in Sicht: auch in den Phasen, in denen der Handel mit Auflagen auf hat, denn die Menschen sollen weitgehend zuhause bleiben und das bleiben sie auch. Zum Vergleich die Passantenströme in verschiedenen Städten:


Hohe Straße, Köln:

am Wochenende im März 2020 55.871

am Wochenende im März 2021 7.240


Königsallee, Düsseldorf:

am Wochenende im März 2020 21.225

am Wochenende im März 2021 3.736

Georgstraße, Hannover:

am Wochenende im März 2020 72.408

am Wochenende im März 2021 14.171


(Quelle: Spiegel)


Auf der anderen Seite: der Online Handel. Er wächst kontinuierlich. Mit der Pandemie und dem Schließen des stationären Handels profitiert Online noch deutlicher und verbuchte im Vergleich zum Vorjahresmonat im Februar 2021 ein Plus von über 35% (Quelle: Statistisches Bundesamt). Doch das ist kein Grund ihn als „Feind“ oder „Gefahr“ anzusehen. Die Digitalisierung und der Online Wettbewerb kann als Chance erkannt und genutzt werden.


Was bedeutet das nun für den klassischen stationären Handel?

Umstrukturieren & digitale Marketingmaßnahmen!


Entweder muss ein weiterer Vertriebsweg her oder neue Kommunikationskanäle mit den Kund:innen müssen genutzt werden, um eine Beziehung und Kundenbindung aufbauen zu können. Viele Unternehmen erkannten dies auch und erstellten Hals über Kopf ohne umfangreiche Recherchen, Konzepte und Strategien - Webshops, Webseiten oder Social Media Kanäle. Langfristig sind diese „Hauruck“-Aktionen nicht der Weg zum Erfolg, denn vielen Einzelhändler, die bisher nicht digital waren, haben von jetzt auf gleich nicht das nötige Know-How für langfristige Erfolge. Aber dennoch muss zeitnah reagiert werden.

Corona enttarnt die digitalen Defizite des Handels.

Warum nicht Hilfe holen und von dem Know-How anderer


Das dachten sich auch unsere Kunden, schon vor Beginn der Pandemie, darunter: zwei Intersport Filialen. Sie haben bereits früh die Relevanz der sozialen Medien entdeckt und haben sich Unterstützung gesucht. Während sie sich auf ihr Daily Business konzentrieren und Hygiene-Konzepte aufsetzen, um den neuen Auflagen in den Filialen gerecht zu werden etc., kümmern wir uns um den Kontakt zur Außenwelt via Social Media (Facebook und Instagram). Wir stellen eine Schnittstelle zwischen dem Online und dem Offline Business her. Die Digitalisierung ist kein Feind für die Intersport Filialen - ganz im Gegenteil! Die beiden Kommunikationswege werden kombiniert, sodass auch der stationäre Handel von den digitalen Möglichkeiten profitieren kann. Wir erstellen Konzepte und darauf aufbauend, die Inhalte der Kanäle. Wir kümmern uns um den Austausch mit den Followern, beantworten Kommentare und Fragen in den Direktnachrichten. Natürlich steht auch hier der Austausch an erster Stelle. Was gibt es Neues in der Intersport Filiale? Gibt es neue Kollektionen, neue Produkte, worauf die Kund:innen schon gewartet haben? Und natürlich, gibt es Änderungen der Corona-Auflagen und Öffnungen? All das geschieht im ständigen Austausch mit den Ansprechpartnern der Intersport-Filialen und uns, dem zwoelfstein Team. Die Agentur entwickelt neue Kampagnen, neue Ideen und Konzepte uns setzt diese auch in Absprache um. Doch vor allem geht es um eins: Community Management. Eine Community soll aufgebaut werden, die sich den Intersport-Filialen verbunden fühlt und ihre Sportartikel nicht online bestellt, sondern vor Ort in der Filiale. Es sollen Neukund:innen gewonnen werden.


Die Maßnahmen helfen den Filialen sehr, die Pandemie zu überstehen. Als Beispiel: Einer der beiden Intersport-Stores verzeichnete im Februar, nachdem endlich wieder geöffnet worden durfte, Rekordumsätze! In der Woche wurden Umsätze in der Filiale gemacht, die sonst nur in großen Modehäusern generiert werden. Durch die Zusammenarbeit profitieren alle und bündeln ihr Wissen, um die Pandemie gemeinsam zu überstehen und darüber hinaus. Wir nutzen Social Media für unsere Kund:innen so, dass wir die Follower der Accounts nicht nur während der Corona-Krise als Kund:innen gewinnen, sondern dass sie dauerhaft Stammkund:innen werden und insbesondere nach der Krise mächtig Lust auf Offline-Shopping bekommen.


Durch das Nutzen der sozialen Medien wird die Online- mit der Offline-Welt verknüpft. Diese Kopplung öffnet neue Türen für den Einzelhandel. Und das, ohne komplett auf Online Vertriebswege zu setzen und das bisherige Geschäftsmodell aufzugeben.



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